Sogar einjährige Schüleraustauschprogramme sind trotz der Verkürzung der gymnasialen Oberstufe relativ problemlos in die Schullaufbahn integrierbar, sagt auch der unabhängige Bildungsberaterdienst weltweiser und hat einen interessanten Artikel zu diesem Thema veröffentlicht.
26.01.2012 Bonn (ots) – Schulaufenthalte im Ausland sind unter deutschen Jugendlichen sehr beliebt. Im Schuljahr 2011/12 nehmen insgesamt 19.000 Jugendliche an einem mindestens dreimonatigen Programm mit Schulbesuch teil. “Das sind 5.000 Teilnehmer mehr als vor zehn Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr gingen jedoch etwa 1.000 Schülerinnen und Schüler weniger ins Ausland”, so Thomas Terbeck, Buchautor und Gründer von weltweiser, einem unabhängigen Bildungsberatungsdienst, der den Bildungsmarkt seit 1999 beobachtet.
Der Hauptgrund für diesen Rückgang ist laut Terbeck die Verkürzung der gymnasialen Oberstufe. Und das, obwohl selbst einjährige Schüleraustauschprogramme trotz G8 weiterhin in fast allen Bundesländer relativ problemlos in die Schullaufbahn zu integrieren sind. “Die in der Übergangsphase unklaren Versetzungsregelungen und andere durch G8 bedingte Neuerungen haben für eine starke Verunsicherung bei Jugendlichen, Eltern und Lehrern gesorgt.” Nicht wenige fernwehinfizierte Jugendliche wurden “leider grundlos ausgebremst”, bedauert der Bildungsberater, der den einzigartigen Nutzen von mehrmonatigen, idealerweise einjährigen High-School-Programmen vor allem im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung sieht.
Wohin zieht es deutsche Gastschüler? Hoch im Kurs stehen englischsprachige Ziele. Das Gastland Nr.1 für deutsche Jugendliche, die es mit Unterstützung einer der rund 65 deutschen Austauschorganisationen 2011/12 in die Ferne zog, sind mit 7.400 Teilnehmern nach wie vor die USA. Mit großem Abstand folgt der nordamerikanische Nachbar Kanada (1.900 Teilnehmer) sowie Neuseeland (1.590). Während in Neuseeland und Australien (990) aufgrund der starken einheimischen Währungen im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von bis zu 20 Prozent festzustellen ist, konnte Großbritannien (730) um gut 10 Prozent zulegen. Die Nachfrage nach den Gastländern Frankreich (420), Irland (275), Argentinien (220), Spanien (190) (…) ist hingegen seit Jahren relativ konstant. (…) Den größten prozentualen Anstieg der Teilnehmerzahlen kann Costa Rica verzeichnen, wo sich die Teilnehmerzahlen in den letzten fünf Jahren auf nunmehr 180 verdoppelt haben. Die Zahlen beziehen sich auf Programme, im Rahmen derer die Jugendlichen eine öffentliche Schule besuchen und in der Regel bei einer Gastfamilie leben.
Weiter zum Artikel von weltweiser – der unabhängige Bildungsberaterdienst: http://www.presseportal.de/pm/72327/2187761/ich-bin-dann-mal-weg-schueleraustausch-in-zeiten-von-g8-mit-bild