FAQs zum Thema High School im Ausland – Teil 4

Die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema High School im Ausland

Mittlerweile weißt du genau: Ich will ins Ausland. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wann und wie lange. Nach der 10. Klasse, in der 11. Klasse oder sogar in der 9. Klasse? Für ein ganzes Jahr oder nur ein halbes? Kann ich mir die Zeit auf meine deutsche Schullaufbahn anrechnen lassen?

Wann ist der beste Zeitpunkt für einen High School Aufenthalt?

Schon einmal vorweg: ein High School Aufenthalt ist immer ein Gewinn, egal ob du nach deiner Rückkehr in deine alte Klasse zurückgehst und den Schulaufenthalt im Ausland als Jahr dazwischen schiebst. Wenn du dein Abitur in 13 Schuljahren (G9) machst, empfiehlt sich ein ganzjähriger Auslandsaufenthalt nach Abschluss der Klasse 10. Beim Abitur in 12 Schuljahren (G8), kann ein einjähriger Aufenthalt nach Klasse 9 oder Klasse 10 beginnen. Ein Aufenthalt von drei bis sechs Monaten kann fast immer auf die deutsche Schulzeit angerechnet werden. Ein solcher Aufenthalt ist sowohl im ersten als auch im zweiten deutschen Schulhalbjahr möglich.

Wird mein Auslandsaufenthalt in Deutschland anerkannt?

Im Fall von G8 (Abitur nach 12 Jahren) gilt derzeit folgende Regelung für High School Aufenthalte:
-während der 10. Klasse: nach der 9. Klasse ins Ausland, mit Anerkennung. 11. und 12. Klasse in Deutschland
-eingeschobenes Jahr zwischen der 10. und 11. Klasse, nach der 10. Klasse ins Ausland, ohne Anerkennung. 11. und 12. Klasse in Deutschland
Dieses richtet sich aber auch nach den Versetzungsrichtlinien des jeweiligen Bundeslandes. Im Vorfeld sollte darüber bereits mit deiner deutschen Schule gesprochen werden.

Brauche ich eine Genehmigung meiner Schule?

Ja. In der Praxis liegt die Freistellung im Ermessen der Schulleitung. Im Regelfall stehen diese Auslandsaufenthalten aber sehr positiv gegenüber.

Wie lange kann ich ins Ausland gehen?

Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten, denn du kannst sogar deinen Schulabschluss im Ausland machen. Du könntest, zum Beispiel, auch nur vier Wochen eine Schule im Ausland besuchen. Aber wir empfehlen natürlich einen längeren Aufenthalt, denn nur so kannst du in die Kultur deines Gastlandes eintauchen und die Sprache erleben. Dennoch eignen sich kürzere Aufenthalt gerade für Teilnehmern, die erst einmal reinschnuppern möchten. Normalerweise können sich unsere Teilnehmer schon nach vier Wochen nicht mehr losreißen. Eine Programmverlängerung ist in den meisten Gastländern unproblematisch.

High School Kanada – Quebéc Special!

Bis zu 800,00 Euro bei Jahresaufenthalten im französischen Teil Kanadas sparen

Bei Bewerbung für einen High School Aufenthalt im französischen Teil Kanadas gewährt unser kanadischer Partner eine Ermäßigung in Höhe von 800,00 Euro für einen Jahresaufenthalt und 500,00 Euro für einen Halbjahresaufenthalt. Der Aktionszeitraum läuft vom 15. Januar 2012 bis zum 31. März 2012. Bewerben kann sich jeder der zwischen 1994 und 1997 geboren ist und über gute Französischkenntnisse verfügt. Nähere Informationen zum Programm und zum Bewerbungsablauf findet ihr hier.

Ich bin dann mal weg! – Schüleraustausch in Zeiten von G8

Sogar einjährige Schüleraustauschprogramme sind trotz der Verkürzung der gymnasialen Oberstufe relativ problemlos in die Schullaufbahn integrierbar, sagt auch der unabhängige Bildungsberaterdienst weltweiser und hat einen interessanten Artikel zu diesem Thema veröffentlicht.

26.01.2012 Bonn (ots) – Schulaufenthalte im Ausland sind unter deutschen Jugendlichen sehr beliebt. Im Schuljahr 2011/12 nehmen insgesamt 19.000 Jugendliche an einem mindestens dreimonatigen Programm mit Schulbesuch teil. “Das sind 5.000 Teilnehmer mehr als vor zehn Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr gingen jedoch etwa 1.000 Schülerinnen und Schüler weniger ins Ausland”, so Thomas Terbeck, Buchautor und Gründer von weltweiser, einem unabhängigen Bildungsberatungsdienst, der den Bildungsmarkt seit 1999 beobachtet.

Der Hauptgrund für diesen Rückgang ist laut Terbeck die Verkürzung der gymnasialen Oberstufe. Und das, obwohl selbst einjährige Schüleraustauschprogramme trotz G8 weiterhin in fast allen Bundesländer relativ problemlos in die Schullaufbahn zu integrieren sind. “Die in der Übergangsphase unklaren Versetzungsregelungen und andere durch G8 bedingte Neuerungen haben für eine starke Verunsicherung bei Jugendlichen, Eltern und Lehrern gesorgt.” Nicht wenige fernwehinfizierte Jugendliche wurden “leider grundlos ausgebremst”, bedauert der Bildungsberater, der den einzigartigen Nutzen von mehrmonatigen, idealerweise einjährigen High-School-Programmen vor allem im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung sieht.

Wohin zieht es deutsche Gastschüler? Hoch im Kurs stehen englischsprachige Ziele. Das Gastland Nr.1 für deutsche Jugendliche, die es mit Unterstützung einer der rund 65 deutschen Austauschorganisationen 2011/12 in die Ferne zog, sind mit 7.400 Teilnehmern nach wie vor die USA. Mit großem Abstand folgt der nordamerikanische Nachbar Kanada (1.900 Teilnehmer) sowie Neuseeland (1.590). Während in Neuseeland und Australien (990) aufgrund der starken einheimischen Währungen im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von bis zu 20 Prozent festzustellen ist, konnte Großbritannien (730) um gut 10 Prozent zulegen. Die Nachfrage nach den Gastländern Frankreich (420), Irland (275), Argentinien (220), Spanien (190) (…) ist hingegen seit Jahren relativ konstant. (…) Den größten prozentualen Anstieg der Teilnehmerzahlen kann Costa Rica verzeichnen, wo sich die Teilnehmerzahlen in den letzten fünf Jahren auf nunmehr 180 verdoppelt haben. Die Zahlen beziehen sich auf Programme, im Rahmen derer die Jugendlichen eine öffentliche Schule besuchen und in der Regel bei einer Gastfamilie leben.

Weiter zum Artikel von weltweiser – der unabhängige Bildungsberaterdienst: http://www.presseportal.de/pm/72327/2187761/ich-bin-dann-mal-weg-schueleraustausch-in-zeiten-von-g8-mit-bild

High School Aufenthalte in Australien: Theresa berichtet

Theresa Reismann berichtet in der Westdeutschen Zeitung über ihren High School Aufenthalt

Sprachaufenthalt in Australien: Mit 14 Jahren ans andere Ende der Welt
Von Thomas Reuter

Am Donnerstag beginnt für die Realschülerin Theresa Reismann das Abenteuer Australien: Sechs Monate wird sie an der Ostküste des fünften Kontinents verbringen.
Wülfrath. Schulalltag bis zum letzten Moment: Am Donnerstag steigt Theresa Reismann ins Flugzeug. Kurz vorher muss die 14-Jährige aber noch die Schulbank drücken. „In der zweiten Stunde muss ich noch eine Englisch-Klassenarbeit schreiben“, sagt sie. Dann aber kann ihr Abenteuer beginnen: sechs Monate Australien.
Die junge Wülfratherin ist noch ganz entspannt. Mit dem Packen hat sie erst am Dienstag begonnen. „Die Nervosität kommt so langsam“, räumt sie ein. Eine Mischung aus Vorfreude und einer gewissen Traurigkeit, Familie und Freunde lange Zeit nicht zu sehen, sei zu spüren.

„Wir haben uns schon immer vorstellen können, dass sie mal einen längeren Sprachaufenthalt im Ausland macht“, sagt Mutter Sabine Reismann. Vor rund einem Jahr habe das Thema dann eine eigene Dynamik bekommen. Theresa erinnert sich: „Ich habe von dem Sprachreisen-Anbieter ein Poster im Raum meines Englischlehrers Thomas Schröder gesehen.“ Die Initialzündung: Schon am Abend habe sie ihren Eltern davon erzählt: „Ich möchte eine Sprachreise machen.“
In den Tagen und Wochen danach konkretisierte Theresa ihre zunächst vage Vorstellung. „Eine Menge Recherche im Internet“ stand für sie an. Die Wahl auf Australien fiel schnell. „Drei Monate waren mir zu wenig, allein wegen der Distanz. Und so kam dann das halbe Jahr zusammen“, sagt sie. Die Unterstützung für ihr Vorhaben sei von allen Seiten groß gewesen. „Auch von der Schule. das war schon toll“, betont sie.

Gespannt aufs Leben in der Gastfamilie und auf die Highschool
Rund 30 Stunden wird Theresa unterwegs sein, bis sie ihr Ziel erreicht. Düsseldorf – Frankfurt – Singapur – Brisbane und schließlich Gladstone: Dort wird sie von ihrer Gastfamilie abgeholt. Die lebt in Tannum Sands im Nordosten Australiens – und da im südlichen Bereich des Great Barrier Reefs. Dort wird Theresa eine Highschool besuchen. „Fünf oder sechs Austauschschüler sind dort“, sagt sie. Und was sie auch weiß: Die Schule liegt direkt am Meer. Eine Nähe, mit der sie auch eine Menge Erwartungen verbindet. „Ich hoffe, tauchen zu können“, sagt sie. In der Wülfrather Wasserwelt hat sie einen Tauchschein gemacht. Die Chancen stehen nicht schlecht. Schließlich züchtet die Highschool eigene Korallenkulturen.

Theresa Reismann besucht in Wülfrath an der Theodor-Heuss-Realschule den bilingualen Zweig und wird in mehreren Fächern in englischer Sprache unterrichtet. Das Halbjahreszeugnis ist auch ihr Jahresabschlusszeugnis. Nach den Sommerferien geht sie direkt in die zehnte Klasse. Aktuell sind es in Tannum Sands rund 30 Grad. Sommer pur. Darauf ist auch die Schuluniform eingestellt: Poloshirt und Shorts.

„Offen für alles Neue“, so charakterisiert sich die 14-Jährige selbst. Sie sei neugierig und wolle „viel erleben und lernen“. Nicht nur Englisch. Als passionierte Reiterin hofft sie, auch in Australien diesem Hobby nachkommen zu können. „Meine Gastfamilie hat da schon einen Kontakt aufgenommen.“ Überhaupt, merkt ihre Mutter an, gebe sich diese Familie viel Mühe. „Da ist schon Einiges geplant.“ Theresa nickt – und freut sich.
Kontakt nach Deutschland via Facebook und Internettelefon
Mutter Sabine, Vater Martin und Freundin Jessica werden sie zum Flughafen bringen. „Das wird bestimmt ein schwerer Moment.“ Via Facebook und mit Skype-Telefon werde sie Kontakt zu Familie und Freunde halten. Theresa: „Aber vermissen werde ich sie schon. Bestimmt.“

Quelle: Westdeutsche Zeitung, Veröffentlichung 17. Januar 2012
http://www.wz-newsline.de/lokales/kreis-mettmann/wulfrath/sprachaufenthalt-in-australien-mit-14-jahren-ans-andere-ende-der-welt-1.877213